Die Webseite vom Teufel

Wir würde die Webseite vom Teufel aussehen

(eine Hypothese)

Als Webdesigner bekommt man Kundenanfragen aus den verschiedensten Branchen, vom Lebenscoach, von Anwälten, einer Designagentur, dem Malermeister oder einem Softwareunternehmen. Und als „Webseitenbauer“ überlege ich dann immer, wie ich dem Kunden seinen bestmöglichen Webauftritt gestalten kann.

Doch was wäre, wenn:

Wenn der Teufel eine Webseite haben wollte

Die Anfrage wäre wohl erst mal ein Schockerlebnis. Doch wir beruhigen uns und gehen die Anfrage mal sachlich an. Eine Webseite ist eine Webseite (dazu habe ich schon geschrieben) und auch in diesem Fall, müsste ich erst mal die Intention für die Webseite erfahren. Was soll die Webseite des Teufels bewirken, erreichen, kommunizieren, darstellen.

Hätte der Teufel eine Webseite

Die Webseite des Teufels würde sich dann wohl als eine düstere und mysteriöse Online-Plattform präsentieren. Beim Öffnen der Seite würde man von einem dunklen Hintergrund begrüßt werden, welcher von flackernden, roten und orangefarbenen Schattierungen durchzogen wäre. Das Layout der Seite wäre wohl minimalistisch gehalten, aber mit einigen auffälligen Elementen. Im Zentrum der Seite befände sich ein großes, verzerrtes Bild, das verschiedene mythologische und dämonische Symbole zeigen würde. In den Ecken des Bildes könnten eventuell mysteriöse Augen oder teuflische Gesichter zu erkennen sein. Es würde aussehen, als wenn das Bild langsam pulsiert und eine gewisse unheimliche Energie ausstrahlt. Das wäre wohl die „klassische“ Vorstellung von der Webseite des Teufels.

Die Webseite vom Teufel

Will der Teufel lieber eine moderne Webseite?

Ich könnte mir vorstellen, dass der Knabe mit allen Wassern gewaschen ist und definitiv die Jugend, den „Nachwuchs“, im Visier hat. Also wird er versuchen „Hip“ zu sein, dass soll auch der Internetauftritt widerspiegeln. Eine moderne Webseite mit einer guten UX (user experience), einem Design das „fresh“ ist und eine Testgestaltung, die U30 gut anspricht. Aber auch nicht zu modern, denn er will ja sein Spektrum offenhalten und eigentlich alle Altersgruppen erreichen.

Das Design für des Teufels Webseite

Schwarz machen, ein paar Feuer-Animationen und als Headline „Komm zu mir“…wären einfach aber wohl kontraproduktiv, denn das würde die Begeisterung und die machbaren Erfolge für die Webseite stark einschränken. Vorteilhaft wäre eine farbenfrohe Gestaltung, mit Vertrauensfarben wie Grün, Blau, Gelb, hier assoziiert das Gehirn automatisch. Dazu lockende Worte „dein Problem ist mein Problem“ oder direkt „ich verstehe dich“. Das wirkt schon mal einladend und man würde weiter lesen.

Kontaktaufnahme über die Webseite des Teufels

Ehrlich!, darüber sollte man sich ernsthaft Gedanken machen. „Dein Name, deine Email, deine Nachricht“. Ich denke da müsste man dedizierter herangehen. Ich würde vorschlagen ein „wenn/dann“ Formular zu entwerfen.

„Suchen Sie Antworten“ wenn „Ja“, dann: „Wir sind Spezialisten“
„Suchen Sie Hilfe“ wenn „Nein“, dann: „Haben Sie gerade ein Problem“

Stetiges suggerieren von „du brauchst Hilfe“, wäre das Ziel des Abfrageformulars, denn die Webseite des Teufels wird „garantiert“ ein bestimmtes Ziel verfolgen.

Das Problem mit der Webseite vom Teufel

Seine Anforderungen wären wohl exorbitant, als professioneller Webdesigner würde ich Möglichkeiten ins Spiel bringen und ihn mit meinen vielen Ideen konfrontieren. Er würde einen Onlineshop für Merchandise-Artikel (würde ich ihm bei der Popularität empfehlen) haben wollen, der natürlich vollkommen automatisiert funktioniert. Er würde alles haben wollen, damit seine Webseite alle anspricht und auch allen gefällt. Und er hat dazu unbegrenzte finanzielle Möglichkeiten und ich wäre definitiv „zu klein“ für diesen Auftrag.

Fazit der kleinen Hypothese

Es ist nur eine Hypothese! Lucifer (er hätte er mir wohl schnell das „Du“ angeboten) wäre begeistert über die Möglichkeiten in der Webseitengestaltung. Was man mit einer durchdachten Webseite alles erreichen kann. Doch als Webdesigner müsste ich mich auch fragen, ob ich die Absichten hinter der Webseite mittragen wollte. Ich mag inhaltlich nicht verantwortlich sein, doch habe ich mit der Gestaltung der Webseite auch am möglichen Erfolg der Webseite beigetragen.

Nein, es gibt keine Webseite vom Teufel

Also, keine dir mir bekannt ist. Ich würde diesem Kunden auch keinen Internetauftritt gestalten und ich rate auch meinen Kollegen davon ab. Als Kunde wäre er wohl furchtbar anstrengend, fordernd und nicht immer nett in seiner Kommunikation. Nie zufrieden, die Seite wäre eine dauerhafte Baustelle und man dürfte sich nicht den kleinsten Fehler erlauben. Ich bediene hier natürlich ein Klischee, ich kenne Beelzebub ja nicht.

Die Webseite vom Teufel ist

Ist ein Blog-Artikel im WebdesignBlog Wiesbaden, welcher aus einer spontanen Laune herausgeschrieben wurde. Nicht der typische, übliche Beitrag und auch ein wenig gewagt, aber ich möchte doch mal schauen, wie weit ich mit einem guten SEO in der Google-Suche nach „oben“ komme, wenn jemand „Die Webseite vom Teufel“ sucht.

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